2034 Kein Samt und keine Seide

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Durch Werbung gelernt

Freitag, 29. September 2006 265a

Layer Werbung verdeckt oft den kompletten Content

Es gibt Begriffe, die kennen und benutzen wir.
Es gibt Begriffe, die kennen, benutzen sie aber nicht.
Es gibt Begriffe, die kennen wir nicht, lernen sie aber gern.
OK, es gibt auch Leute, die benutzen Begriffe, die sie nicht kennen - aber das ist eine andere Geschichte.
Und es gibt Begriffe, die wir gar nicht kennen lernen wollen, weil die Bedeutung unerwünscht ist.

Es gibt nämlich “Layer Werbung”. Ich weiß jetzt endlich die Bedeutung des Wortes, die eine Unart im Internet darstellt. Für mich hieß das bis dato immer “Diese scheiss popuplosen Aufpopper, die tierisch nervig Werbung über den Text, den man lesen möchte, blenden, unmöglich stören und wo man das Schließen X solange suchen muss, dass die Werbung auch “schon” zuende angesehen wurde.”

Gut, “Layer Werbung” ist kürzer. Schön, diesen Begriff schneller gelernt zu haben als das “X” zu suchen.


The End

Zirpend bezaubert

Donnerstag, 21. September 2006

Gestern hatte ich (endlich) mal wieder italienische Nacht. Ich habe mir eine köstliche Pizza bei meinem besten italienischen Freund gegönnt (Stehpizzeria La Favola, Ostwall 91 hier in Krefeld). Wir haben stundenlang gequatscht.

Mitinhaber Marco weiß um meine Begeisterung für Zauberei und hatte mich extra wegen einer Trainerstunde in fortgeschrittener Kartenzauberei angerufen - natürlich ohne je eine Trainerstunde in Kartenzauberei für Anfänger gehabt zu haben ;-)

Power MagneteStolz zeigte er mir sein neues Spielzeug: Zwei “Power Magnete”, die wegen ihrer seltsamen Form beim Zusammenstoßen ein zirpendes Geräusch produzieren, wenn man sie nah voneinander entfernt in die Luft wirft. Marco spielte damit hinter seiner Pizzatheke und hat sich dabei selbst überlistet, als er beim x-ten Mal hochwerfen plötzlich ins Leere griff und seine Power Magnete plötzlich lautlos verschwunden waren. Diese Zauberei (die Magnete hingen an einer Metallschiene über der Theke fest) hat ihn motiviert, sich von mir Kartenzauberei beibringen zu lassen.

Also übt er jetzt Kartentricks beim Pizzamachen - Lebensdauer pro Kartenspiel vielleicht 2 Tage, bevor sich das Volumen des Spiels wegen des Öls und Fetts in der Pizzeria verdoppelt hat. Mal gespannt, wie viele Pizzen er dadurch im Ofen vergisst. Denn da gibt es dann auch “Zauberei” - sie verwandeln sich von “Pizza Tonno” zu “Pizza (für die) Tonne”.

28aa
The End

Doppeltes Nachspiel

Dienstag, 19. September 2006

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Manchmal fängt ein Nachspiel nach dem bösen Spiel an.

Ich berichtete über die Vorkommnisse bei der Fußballbegegnung Aachen gegen Mönchengladbach und den Schmährufen gegen einen ausländischen Spieler. Jetzt scheint sich herauszukristallisieren, dass auch einige Mönchengladbacher Anhänger sich von diesen Rufen des Aachener Mobs provoziert hinreissen ließen, ebenfalls rassistisch (gegen den Spieler Sichone) zu pöbeln. Die Entschuldigung “Die haben aber angefangen” ist hier leider unzureichend. Für mich als Gladbachfan ist es unglaublich und ein Schlag ins Gesicht, denn gerade dieser Verein ist für antirassistisches Verhalten bekannt.

Jedenfalls wird jetzt offiziell gegen beide Vereine ermittelt und man darf gespannt sein, wie sich entsprechende Stellen äußern werden. In ersten Stellungnahmen verurteilen beide Vereine das Vorgefallene.

Sollten sich rassistische Untriebe in beiden Vereinen bestätigen, befürworte ich eine entsprechende Bestrafung.

Weiterhin bleibt noch zu berichten, dass auch Aachener Stammleser dieses Blog besuchen. Einen geschriebenen, doch ein wenig durch die Vereinsbrille betrachteten Kommentar zu meinem Artikel habe ich inklusive meiner Antwort darauf auf ausdrücklichen Wunsch des Verfassers aus dem Blog entfernt.

Das Aufsehen nach meinem Artikel hatte ich nicht erwartet. Mich freut aber, dass ich jetzt auch Aachener Printenköpfe ;-) kennenlernen durfte, die sogar nett und vernünftig sind.

So hat sogar so ein blöder Anlass auch mal etwas Gutes.

The End

Tief im Osten - in Aachen?!

Samstag, 16. September 2006

Wer hätte das gedacht? Je enger man ein geografisches Gebiet einschränkt, je intensiver wird der Patriotismus und geht schleichend in Nationalismus über. Ein seltsames Phänomen, das vor allem in gewissen Schichten verstärkt zu werden scheint, die sowieso schon entsprechend tiefes Gedanken”gut” in sich bergen.

Als überzeugter Niederrheiner, ausgestattet mit einer guten Portion Lokalpatriotismus, freute ich mich über den Aufstieg von Alemannia Aachen in die erste Fußball Bundesliga. Womit ich nicht gerechnet hatte: Die Anhänger von Alemannia Aachen empfinden, wahrscheinlich aus Neid oder fehlendem anderen Feindbild, tiefe Abneigung gegen meinen Lieblingsverein, Borussia Mönchengladbach. So tiefe Abneigung, dass ein Trainer, der vorher einmal in Mönchengladbach arbeitete, hier nicht wirklich akzeptiert zu werden scheint. Seltsames Volk. Dabei sollte man doch eigentlich von etwas größerer cosmopoliten Einstellung ausgehen, betrachtet man sich die geopolitische Lage von Aachen im Dreiländereck einmal genauer.

Jetzt spielen diese beiden Vereine gegeneinander und die Heimmannschaft Aachen führt ungefährdet während der zweiten Halbzeit - noch nicht einmal unverdient. Früher hätte ich es denen ein bisschen wehleidig gegönnt. Aber der einzige Torschütze auf Mönchengladbacher Seite ist ein Farbiger (kann man das so sagen oder muss man wirklich “stark pigmentiert” sagen?). Es kam so wie man es sonst in der Form nur aus Stadien in Ostdeutschland kennt - der Spieler wurde aufs Übelste von Fanchören der Heimmannschaft rassistisch beleidigt. So stark, dass der Schiedsrichter den Stadionsprecher auffordern musste, für Fairness zu sorgen. Erbärmlich! Und das, obwohl die eigene Mannschaft (Aachen) hoch führte und dort auch ein dunkelhäutiger Spieler in den eigenen Reihen spielt. Ein solch tiefes Niveau (einiger) der Fans aus meinem geliebten Niederrhein hätte ich nicht erwartet und ich schäme mich dafür.

Man kann wirklich nur hoffen, dass ein solcher Verein, in dem die Konzentration solcher Elemente höher zu sein scheint als in anderen Vereinen, bald wieder so tief sinken möge wie das Niveau seiner lautesten Fans - zurück in die Stammtischliga.

2530
The End

Doppelt außer Gefecht

Donnerstag, 14. September 2006

Grande Cathastrophe! Jetzt komme ich am Sonntag abend nach Hause und stelle außerordentlich misgelaunt fest, dass ich ein kleines Problem mit dem Großen auf dem Stillen habe. Der Facharzt nennt das Diarrhoe. Ich erspare Ihnen Einzelheiten.

Jedenfalls, das was noch relativ harmlos begann, mutierte zu einem mit Fieber und Unwohlsein gepaartem Zustand, aus dem ich annähernd erst heute mittag wieder herauskam. Pflichtbewusst und voller Arbeitseifer (ich rede mir das gerade ein), komme ich ins Büro und wundere mich nicht schlecht, als plötzlich mein Arbeitsplatz ausgeschaltet ist. AUS? Das geht eigentlich gar nicht, schließlich werden Daten von dem Rechner nachts gesichert und ich greife öfter auch von zuhause aus auf ihn zu. Nichts zu machen. Kein “Push the Button” Phänomen, keine Rache meines Chefs wegen des Blogeintrags. Rien ne va plus. Gedanken an all die ungesicherten Daten fördern mein schlechtes Gewissen.

Aber die Sicherung meines Büros war herausgesprungen und ich drücke sie frohgelaunt wieder herein und schalte nach und nach alle Stromquellen an meiner Schaltdose wieder ein. Bei der Aufschrift “PC” gab es einen Knall und wieder war alles aus. Um es kurz zu machen, ich durfte den PC unter den Arm klemmen, zum Hardwarehändler fahren und ein neues Netzteil einbauen lassen. Endlich wieder online im Büro. Welcome back, world.

The End

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